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1. Zeitgeschichte
- Säkularisierung (Verweltlichung).
- Wirtschaftsmogule (Fugger, Medici), Frühkapitalismus.
- Zeit der Azteken und Inkas.
- Gutenberg (Buchdruck mit beweglichen Lettern).
- Fall von Konstantinopel (1453), Ende des Oströmischen Reiches (Byranz) → Aufstieg des Osmanischen Reiches.
- 1492 Vertreibung der Mauren aus Spanien.
- Entdeckung Amerikas durch Kolumbus (1492).
- Schedels Weltchronic (1493).
- Kopernikus (Erde kreist um die Sonne, heliozentrisches Weltbild).
- Zahlreiche Universitätsgründungen in ganz Europa.
- Nostradamus (1503-1566).
- Erasmus von Rotterdam.
1.1 Frührenaissance (1450-1500)
Brunelleschis Kuppelbau in Florenz gilt als der Beginn der Renaissance in der Architektur (1420-1436).
1.2 Hochrenaissance (1500-1520)

Als Hochrenaissance bezeichnet man die Renaissance in der Zeit von ca. 1500 bis 1530. Zentrum dieser Periode, die sich durch das Streben nach höchster Vollkommenheit und Harmonie in der Kunst auszeichnet, ist das päpstliche Rom. In diese Zeit fallen Bramantes Zentralbau-Entwürfe für die neue Peterskirche in Rom, Leonardo da Vincis berühmteste Bilder („Das Abendmahl“; „Mona Lisa“, „Dame mit Hermelin“), Raffaels Ausmalung der „Stanzen“ (der Gemächer des Papstes) und sein berühmtestes Altarbild, die „Sixtinische Madonna“, Michelangelos Skulpturen („David“, „Moses“) und seine Fresken an der Decke der Sixtinischen Kapelle sowie Dürers Meisterstiche.

1.3 Spätrenaissance (Manierismus) (1520-1590)
Der Begriff leitet sich vom italienischen Wort maniera ab, was soviel wie Eigenart bedeutet. Die Kunstwerke dieser Epoche zeichnen sich durch Übertreibung der in der Renaissance angestrebten Vollkommenheit aus. Sie weichen vom Naturideal ab und wirken gekünstelt, überdreht und teilweise unecht.
2. Leben
- viele Kriege, Aufstände und Unruhen.
- Familienfehden werden nach römischer Tradition gelöst; lästige politische Gegner werden umgebracht.
- noch immer werden Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
- Nachleben antiker Ideale.
- De dignitate hominis (über die Würde des Menschen).
- Antikenstudium und naturwissenschaftliche Forschungen (römisches Recht, antike Philosophen und Schriftsteller, Anatomie, etc.).
- Der Künstler entwickelt ein neues Selbstverständnis. Er sieht sich nicht mehr als Handwerker, sondern als eigenständiger Künstler.
- lebhafter Handel zwischen den Ländern.
- kulturelle Zentren waren Florenz, Venedig und Rom.
- die Idee des uomo universale wird in der Renaissance geboren.
- durch den Untergang Byzanz kommen viele Griechen nach Italien und bringen neue Einflüsse mit.
- in Asien wird das Porzellan erfunden.
- Beginn des Sklavenhandels von Afrika nach Amerika.
- Pest in Europa (Tizian stirbt an der Pest).
- Entwicklung der Instrumentalmusik (Cembalo, Laute).
3. Architektur
- Kuppeln kommen neu in den Sakral- und Kirchenbau hinzu.
- Hängekuppel (Stutzkuppel)(auch mit Kassetten = zurückgetrepptes, vertieftes Feld).
- Tonnengewölbe (auch mit Kassetten).
- Rundbogen.
- Betonung der Horizontalen, vertikale Gliederung durch Pilaster und Halbsäulen.
- Propotion oft im Goldenen Schnitt.
- Propotion ist das Maß aller Dinge, das rechte Maß ist erstrebenswert, Ästhetik.
- deutlich hervortretende Quader im Außenbereich (Rustika).
- antike Säulenordnungen (dorisch, jonisch, korinthisch, auch römische Ordnung genannt).
- symmetrische Bauweise.
- Kreis und Quadrat als Grundelemente.
- tragende, lastende oder schmückende Elemente müssen offensichtlich sein.
- zahlreiche Ornamente.
- Fenstergiebel.
- Gesims als Geschosstrennung.
- ausladendes Kranzgesims.
- Beginn des Residenzen- und Schlösserbaus.
4. Malerei
- Vorbild war das antike Schönheitsideal, das - im Gegensatz zur Antike - mit realistischen Gesichtern gestaltet wurde.
- Zentralperspektive, dreidimensionaler Raum kann überzeugend auf flachem Untergrund wiedergegeben werden.
- Interesse an der realen Welt und das Anliegen diese so überzeugend wie möglich wiederzugeben.
- Künstler konnten eigene Bildwelten entwerfen - auftraggeberunabhängig.
- naturalistische Darstellung vor allem in der flämischen Malerei.
- Portraitmalerei wird eigenständige Gattung.
- künstlerische Zentren waren Florenz, Venedig und Rom.
- neue Maltechniken (Öl-Tempera-Mischtechnik, Ölmalerei, Lasurmalerei, Antonello da Messina gilt als Vermittler zwischen der Kunst des Nordens und des Südens; er brachte die altniederländischen Maltechniken nach Venedig).
- genaues anatomisches Studium unter Beachtung von Körperproportion, Verkürzung, Muskelspiel, Bewegung und Drehung, Stellung (Kontrapost), plastische Bezüge werden systematisch gehen einem Gemälde voraus).
- die Handzeichnung wird eigenständiges Kunstmittel.
- portraitierte Personen werden mit weiteren Symbolen und Attributen charakterisiert.
- häufig auch nackte Menschen (oder zum Teil zuerst nackt gemalt, dann malerisch angezogen).
- Natur und Mensch sind eine Einheit, gleichwertig.
- Licht- und Farbperspektive (Sfumato).
- Plastizität.
- Wiedergabe der Stofflichkeit.
- Genauigkeit der Detailzeichnung.
- Wiedergabe von Licht, Schatten und Atmosphäre.
- Wiedergabe von Idealzuständen.
5. Einige Künstler der Renaissance
- Filippo Brunelleschi (1377-1446)
- Fra Angelico (1387-1455)
- Jan van Eyck (um 1390-1441)
- Leon Battista Alberti (1404-1472)
- Leonardo da Vinci (1452-1519)
- Albrecht Dürer (1471-1528)
- Raffael (eigentlich Raffael Santi) (1483-1520)
