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1. Allgemeines
Polysaccharide sind Vielfachzucker, die in der Natur verschieden wichtige Aufgaben erfüllen. Aufgrund der großen Molekülmasse werden sie auch zu den Makromolekülen gezählt.
Summenformel: (CnH10O5) n (n bis 1000)
Die wichtigsten Polysaccharide sind Stärke und Cellulose
2. Die Stärke
Versuch: Stärkenachweiß mit Iodkaliumiodidlösung
Beobachtung: schwarzblaue Färbung → positiv
Erklährung:
Iod hat die Eigenschaft Polyhalogenidverbindungen einzugehen. Dabei verbinden sich gelöste I2-Moleküle jeweils mit einem Iodid-Anion zum einfach negativ geladenen I3--Anionen. Eine Eigenschaft dieser Poyhalogenidverbindungen ist, dass sie sich in Stärke-Helices einlagert. Diese Einlagerungsverbindungen rufen bereits in gerinen Konzentrationen eine intensive Blaufärbung hervor.
→ Blaufärbung durch Einschlussverbindugen.
2.1 Vorkommen und Bedeutung
- Primärprodukt bei der Fotosynthese
- 12 H2O + 6 CO2 → C6H12O6 + 6 H2O + 6 O2
- Glucose wird zu Stärke zusammengebaut und in Reservedepots geleitet. (Stärkekammer)
- Pflanzenstärke ist ein nachwachsender Rohstoff
2.2 Eigenschaften und Bedeutung
Versuch: Löslichkeit in
| kaltem Wasser | heißem Wasser |
|---|---|
| unlöslich | lösliche und unlösliche Bestandteile |
|
→ man kann davon ausgehen, dass Stärke mehreren Bestandteilen zusammengebaut ist. → Stärke ist keine einheitliche Verbindung → Besteht aus löslicher Amylose und unlöslichem Amylopektin |
|
3. Amylose (Bestandteil der Stärke 20-30%)
- Amylose ist eine α-D-Glucopyranose die α,1-4 glycosidisch verknüpft ist.
- Sie besteht aus bis zu 500 Monomeren von α - Glucose.

Amylose hat eine unverzweige, schraubenartige Struktur
(6 Glucosemeoleküle pro Windung), ist durch H-Brücken
stabilisiert.
→ Helix
Eigenschaften:
- Löslichkeit:
- Amylose löst sich aufgrund der großen Molekülmasse nur kollodial (→ Ketten bleiben bestehen, löst sich nicht ganz auf) in Wasser.
- reduzierende Wirkung:
- inneralb der Kette sind alle halbacetalischen OH-Gruppen der Glucose-Bausteine an 1,4 glycosidischen Bindungen beteiligt.
- nur ein anomeres C-Atom ist nicht gebunden und liegt frei vor → nur eine Aldehydgruppe kann gebildet werden.
- →nur der letzte Glucose-Baustein liegt als Halbacetal vor → reicht nicht für eine reduzierende Wirkung aus.
4. Amylopektin (Bestandteil der Stärke 70-80%)
- Amylopektin ist eine α-Glucopyranose die α,1-4 glycosidisch verknüpf ist. Jedes 25.Monomer ist allerdings α,1-6 glycosidisch verknüpft
- → Bei jedem 25. ist die Kette verzweigt

Eigenschaften:
- Löslichkeit:
- Ist nicht in Wasser löslich. Jedoch wird die nachdem sie in heißem Wasser gelöst wird und abkühlt zu einem Stärkekleister.
- reduzierende Wirkung:
-
Fehling-Probe ist negativ → keine reduzierende Wirkung
5. Cellulose
5.1 Vorkommen und Bedeutung
- wichtigste pflanzliche Gerüstsubstanz
- häufigstes Polysaccharid
- Vorkommen: vorallem in Baumwolle, Flachs, Hanf, Holz
- Verwendung: Kleidung, Papier, Pappe, Kunstfaser, Sprengstoff
5.2 Eigenschaften und Bau
- geschmacklos
- wasserunlöslich
- nicht quellbar
- fest, elastisch
- nicht-reduzierender Zucker
Cellulose ist aus dem zweifachzucker Cellobiose aufgebaut
→ Polycellobiose:
β-D-Glucose (> 14000 Monomere)
β 1,4 glycosidische Bindung
→ drehung jedes 2. Moleküls
→ lineare Struktur, unverzweigt
→ Cellulose: Anordnung mehrerer Fibrillen zu Mikrofibrillen
Struktur der Cellulose:

Die zwischen den Makromelekülen befindlichen Wasserstoffbindungen verhindern eine spiralartige Drehung des Moleküls.
→ Im Gegensatz zu Stärke ist das Makromolekül der Cellulose linear angeordnet.
| [1] | http://de.wikipedia.org/wiki/Amylose |
| [2] | http://de.wikipedia.org/wiki/Amylopektin |
| [3] | http://de.wikipedia.org/wiki/Cellulose |
